Michael Totschnig: Cineastisches Wien

Bellaria Kino

Museumstraße 3
1070 Wien
Tel.: 523 75 91 (Kassa), 523 75 91 (Büro)
Preise: 40 - 70 öS

Die Vertreibung und Verfolgung unzähliger bedeutender Regisseure, Schauspieler und Filmtechniker während des Nationalsozialismus hatte auch die ästhetische Bedeutungslosigkeit des deutschen und österreichischen Nachkriegsfilmes zur Folge. Seit den Versuchen der 70er Jahre, ein neues, kritisches Kino zu etablieren, ist das Verhältnis zur eigenen Filmgeschichte in Österreich und Deutschland sehr gespannt.
Dem Bellaria-Kino ist es jedoch zu verdanken, daß es weiterhin die Möglichkeit gibt, diesen Bereich der Filmgeschichte kennenzulernen. Bei täglich wechselndem Programm kann man sich hier einen Überblick über die Komödien und Melodrame verschaffen, die "Papas Kino" ausmachten.
Neben vereinzelten filmwissenschaftlich und -historisch interessierten Studenten besteht das Publikum aus Angehörigen jener Generation, die die projezierten Filme vermutlich bereits bei deren Premiere nicht versäumt hat. Es läßt sich vermuten, daß das Bellaria-Kino in Wien über das treueste Stammpublikum verfügt.


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